Begeht Mundraub!

Superschönes Projekt. Justin (einer der Initiatoren) und ich sind uns vor einiger Zeit schon über den Weg gelaufen….Viel Spass beim Obst, Kräuter und Pilze suchen, beim integrieren in Transition Town Initiativen und beim weitersagen…!

www.mundraub.org – freies Obst für  freie Bürger

Wir möchten, dass kein herrenloses Obst mehr am Baum verrottet und machen deshalb Mundraub salonfähig.

Wir wissen, dass jedes Jahr herrliche Früchte an zigtausenden von herrenlosen oder vergessenen Obstbäumen an Landstraßen, in verlassenen Gärten oder auf Grundstücken von Menschen mit wenig Zeit verderben. Oft handelt es sich dabei um sehr kostbare alte Sorten. Und das in unserer nächsten Umgebung.

Wir haben uns deshalb überlegt, wie ihr dem Rest der Welt über diese kostbaren Ressourcen berichten könnt. Die Initiative mundraub.org bietet euch eine Plattform, wilde oder herrenlose Obstbäume zum Abernten in der MundraubMap zu taggen, um sie anderen Menschen ins Bewusstsein zu bringen. Gratis, als euer Geschenk und als Geschenk der Natur.

Wir sind uns bewusst, dass vermeintlich herrenlose Bäume – wie zum Beispiel an einer verlassenen Landstraße – jemandem gehören könnten. Ob Bund, Land oder Privatperson – wir wollen nicht zum Diebstahl animieren! Mit dem Wachsen der Plattform werden wir uns gemeinsam darum kümmern, dass die Besitzer ihre Bäume für alle sichtbar freigeben. Damit ihr ohne schlechtes Gewissen nach Herzenslust mundrauben könnt.

Wir hoffen, dass ihr die Schätze vor eurer Haustür wieder entdeckt und dass ihr für Bioäpfel und Ökokirschen aus Übersee, zumindest zwischen Juli und November, bald nur noch ein weises Schmunzeln übrig habt…

Alternatives Nachwort zu ‘Energiewende Das Handbuch’ von Rob Hopkins

energiewendehbDas Energiewende Handbuch ist jetzt seit einiger Zeit beim Zweitausendeins Verlag erschienen. Im Spätsommer letzten Jahres hatte mich der Verlag gebeten, ein Nachwort zu verfassen, da ich am Anfang des Jahres bereits an einem Transition Training in Totnes/England teilgenommen hatte.
Ich sollte versuchen, dem Handbuch ein wenig den Weg nach Deutschland zu ebnen und dem Leser vorstellen, was es in Deutschland bereits an entsprechenden Initiativen gibt.
Ich habe das Nachwort also geschrieben – und das Nachwort wurde nicht veröffentlicht. Der Verlag hat sich für eine kürzere und weniger persönliche Version einer anderen Autorin entschieden.

Hier also der Text.

‘Transition Towns integriert Kopf, Herz und Hand. Es ist eine Bewegung, die sich den örtlichen Gegebenheiten anpasst.
Sie nutzt und benutzt Dynamiken, die vorhanden sind und bietet kreative und individuelle Möglichkeiten der Umsetzung. Es gibt also keinen Grund, warum Transition Initiativen nicht auch hier umgesetzt werden können.

Deutschland verfügt über einen grossen Pool an ‘Resourcen’: an Informationen, Know-How und Kreativem Potential, das alles in den Transition-Prozess, den Übergangs- und Wandel-Prozess integriert werden kann.
Ständig bilden sich neue soziale Netzwerke im Internet, die sich mit nachhaltigen Lebensweisen auseinandersetzen und die sich engagieren möchten.
Mehr und mehr werden Auswirkungen von Peak Oil und Klimawandel realisiert und öffentlich diskutiert.
Sprich: die Menschen sind da, das Bedürfnis ist da – und das Transition Town Modell bietet Unterstützung, Möglichkeiten und einen Prozess, der weit über bewusstes Konsumverhalten hinaus geht.

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Transition Towns: On Transition Cities

What is a Transition Town (or village / city / forest / island)?

It all starts off when a small collection of motivated individuals within a community come together with a shared concern: how can our community respond to the challenges, and opportunities, of Peak Oil and Climate Change?

In november 2008 a Transition Cities Conference took place in Nottingham, UK. And since the Transition Towns Movement is a great and very competent movement, you can find loads of information and access to the outcomes here.

Check out other Sound Of Sirens Articles on Transition Towns.

Hier findet ihr deutsche Info zu dem Thema.

Land teilen, Re-lokalisieren – Britischer TV Kanal startet Kampagne

Ich komme gerade von der Jahres-Konferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Alles in allem geht/ging es dort (noch) sehr wenig um Selbstermächtigung. (Und was die Moderatorin unseres Forums von einer ‘Nachhaltigkeits-Konferenz der TV Sender’ erzählt hat, war ehrlich gesagt auch nicht sehr inspirierend…) Es geht immer wieder um Konsumenten und Konsumverhalten, Hilfe für Projekte, die sich in anderen Teilen der Welt befinden, hilflose Kommunikationskonzepte in den Medien…etc. Aber nirgends ist die Rede, Menschen zu unterstützen hier und jetzt von abhängigen Konsumenten zu selbstverantwortlichen Produzenten zu werden. (Eine Möglichkeit dazu bietet das Permakultur Konzept. www.permakultur-info.de) Und natürlich werden auch nicht unsere Gesellschaftstrukturen als solches oder unsere Art zu Denken in Frage gestellt, die ja eigentlich all das geschaffen hat.

Der britische TV Kanal Channel 4 hat jetzt ein Projekt gestartet, das sich Landshare nennt. Es geht darum, dass Einzelpersonen und Organisationen, die Landflächen besitzen, das nicht oder kaum genutzt wird, diese für Menschen zur Verfügung stellen, die Gärten zur lokalen Obst und Gemüseproduktion anlegen möchten. Ziel ist es, britisches Land produktiver zu machen und frische, lokale Produkte für alle zugänglich.

Inspiriert wurde das ganze wahrscheinlich unter anderem durch das Garden Share Projekt der Transition Town Initiative in Totnes.

Hier findet sich ein ausführlicher Artikel: www.doorsofperception.com

Transition Towns Handbuch auf deutsch

Der zweitausendeins Verlag hat das Transition Towns Handbuch von Rob Hopkins übersetzt.

‘Energiewende. Das Handbuch

Kurz: Das Buch ist super! Leider geht das deutsche Nachwort nicht sehr in die Tiefe und die Möglichkeit einer weiterführenden deutsche Linkliste hätte auch besser genutzt werden können, finde ich.

Trotzdem: Jetzt könnte es also losgehen. Ich bin gespannt. In Berlin Kreuzberg gibt es bereits die erste deutsche Transition Initiative.

Mehr Informationen über all das auf dem offiziellen deutschen Energiewende Blog. Spread the word! – und besorgt euch das Buch…

On Transition and the Psychology of Change

This is an interview with Chris Johnstone, a psychologist, specializing in the psychology of change.
It was held on the day of the unleashing of Transition Town Lewes in England. Johnstone feels inspired by communities creating their own energy descent plan and gives an insight into the Transition Towns Initiatives and its larger context.

YouTube Preview Image

Find the other parts of the interview.

Find more Sound Of Sirens articles connected to Transition Towns.

Oil Report from 2007 – Who knows about it?

This is definitely worth publishing in both laguages, so here we go again.

The following text is the conclusion of the Oilreport done by Energy Watch Group in October 2007:

The major result from this analysis is that world oil production has peaked in 2006. Production will start to decline at a rate of several percent per year. By 2020, and even more by 2030, global oil supply will be dramatically lower. This will create a supply gap which can hardly be closed by growing contributions from other fossil, nuclear or alternative energy sources in this time frame.
The world is at the beginning of a structural change of its economic system. This change will be triggered by declining fossil fuel supplies and will influence almost all aspects of our daily life.
Climate change will also force humankind to change energy consumption patterns by reducing significantly the burning of fossil fuels. Global warming is a very serious problem. However, the focus of this paper is on the aspects of resource depletion as these are much less transparent to the public.
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Erdölstudie von 2007 – Wer weiss davon?

Der folgende Text ist das Fazit des Erdölreport der Energy Watch Group vom Oktober 2007:

Das Hauptergebnis der vorliegenden Analyse besteht in dem Befund, dass die Weltölförderung 2006 ihr Maximum erreicht hat und zukünftig mit einer Rate von mehreren Prozent jährlich zurückgehen wird. Bis 2020 und umso mehr bis 2030 ist ein dramatischer Rückgang der Ölförderung zu erwarten. Dadurch wird eine Versorgungslücke entstehen, die innerhalb dieses Zeitrahmens kaum durch die wachsenden Beiträge anderer fossiler, nuklearer oder alternativer Energiequellen geschlossen werden kann.
Die Weltwirtschaft steht am Anfang eines tiefen Strukturwandels. Dieser Wandel wird durch den Rückgang der Versorgung mit fossilen Brennstoffen ausgelöst, und er wird beinahe jeden Aspekt unseres Alltagslebens beeinflussen.
Ebenso wird der Klimawandel die Menschheit zwingen, ihre Energieverbrauchsmuster durch eine drastische Reduzierung der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zu ändern. Die globale Erwärmung ist ein sehr ernstes Problem. Der Schwerpunkt der vorliegenden Studie liegt allerdings auf der Erschöpfung der Rohstoffvorräte mit allen zugehörigen Aspekten, da diese für die Öffentlichkeit wesentlich weniger transparent sind.
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‘Peak Oil + Climate Change = Transition Town’

transition handbookDie Transition Town Initiative ist momentan der vielversprechenste Vorschlag, wie Individuen, Gruppen und Kommunen auf Klimawandel und Peak Oil reagieren können. Rob Hopkins ist Begründer der Initiative. Für ihn ist klar, dass Peak Oil und Klimawandel nicht getrennt gesehen werden können, dass nicht ein Phänomen bedrohlicher als das andere ist. (In der bisherigen Politik und Diskussion ist das selten, was oft fatale Schlussfolgerungen zur Folge hat, siehe zum Beispiel den Hirsch Report).

Rob Hopkins’ Lösungsvorschlag ist: ‘Relocalisation’, das heisst die Stärkung der örtlichen Ökonomie und der sozialen Bindungen, und ‘Resilience’, das heisst Systeme anpassungsfähig zu machen. Ein anderer entscheidender Punkt ist, dass eine positive Vision entwickelt wird. Die Motivation kommt also nicht aus der Angst vor der Katastrophe, sondern von dem positiven Bild, wie unsere Zukunft aussehen kann (die zugrunde liegende psychologische These ist, dass wir nur handeln, wenn wir eine Zukunft sehen, für die es sich zu handeln lohnt). Hopkins hat ein klares Design des Übergangsprozesses entwickelt, dem die Permakultur Prinzipien zugrunde liegen. September 2006 launchte er zusammen mit Naresh Giangrande in Totnes die Initiative, der sich inzwischen viele englische Dörfer und Kommunen angeschlossen haben. Auch in Irland, Schottland, Wales, Australien und Neuseeland bilden sich Gruppen.

Die Initiative stellt grosszügig Informationen, ein Netzwerk und die Begleitung des Prozesses zur Verfügung. Bald war dem Team klar, dass die Grundlagen – sowohl Wissen als auch Handwerk – den Leuten und Gruppen, die in die Bewegung einsteigen wollen, vermittelt werden müssen. Sophy Banks and Naresh Giangrande haben ein sehr informatives, praktisches und inspirierendes Training entwickelt, das sie in Totnes und an anderen Orten innerhalb der UK anbieten. Letztes Wochenende haben Lars und ich an so einem Training in Totnes, Devon teilgenommen.

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Alles wird so sein wie bisher, nur grüner – I don’t think so!

Our prosperity and way of life are sustained by energy use. Energy security must be a priority of US trade and foreign policy.

National energy policy; The Cheney Report, May 2001

America faces a major energy supply crisis over the next two decades. The failure to meet this challenge will threaten our nation’s economic prosperity, compromise our national security, and literally alter the way we lead our lives.

Secretary of Energy Spencer Abraham, National Energy Summit, March 19, 2001

Zurück zu Deutschland: Wie bewusst ist uns diese Tatsache: ‘Unser Wohlstand und unsere Art zu Leben werden durch den Verbrauch von Energie aufrechterhalten…’ und dann die Tatsache, dass diese Energie in erster Linie durch den Gebrauch fossiler Brennstoffe erzeugt wird? Wieviele Kleidungsstücke besitzt Du, die nicht irgendwo in ihrer Herstellung auf Öl angewiesen sind? Wle gross ist der Anteil Deiner Ernährung, der in der Produktion ohne Kraftstoff auskommt? Wie sieht es mit deiner Mobilität aus? Oder mit der Heizung?

All die neuen grünen Technologien, die neue Art, grün und ethisch zu konsumieren, die neuen, zu erschliessenden grünen Märkte mit all ihren grünen Messen, die Lohas Bewegungen mit ihren Netzwerken und Blogs, all das macht mich mitunter etwas unruhig…Ich finde es gut, dass dadurch Netzwerke für Informationsaustausch geschaffen werden, aber solange das Denken ‘Wachstum’ im Vordergrund steht, solange wir nicht realisieren, dass unsere Probleme aus unserer Denk- und Wahrnehmungsweise entstehen und dass ganz einfach das Ende des Industriezeitalters eingeläutet worden ist, solange steuern wir auf einen Kollaps zu (und keiner weiss, wie der aussehen wird…).

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