Everything is OK

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Statement zu modernen Verwertungsmodellen von Musik

Oder warum die GEMA abgeschafft gehört.

Diesem Beitrag von Andreas Janson aus der Mailinglist des Landesverbandes Berlin der Piratenpartei braucht man eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Sehr viele gute Feststellungen und Ideen zu Verwertung und Lizensierung von Musik im digitalen Zeitalter. Word!

Hallo,

ich als Musiker möchte auch mal meinen Senf dazugeben.

Bitte, bitte, bitte tretet nicht für eine weitere Zwangsabgabe ein. Davon profitiert der kleine Künstler (=99% der Kulturschaffenden) eh nicht. Wir sollten unsere Zeit nicht damit vergeuden, ein hoffnungslos kaputtes System zu reparieren oder überholte Ideen in die Informationsgesellschaft hineinzutragen.

Wir vertreiben unsere Alben seit 2006 unter einer CC-Lizenz. Was ich seit dem gelernt haben:

  • Es geht nicht nur um die Künstler sondern auch um den einfachen und günstigen Zugang zu Kunst.
  • Privates kopieren darf _nie_ strafbar sein.
  • Privates kopieren muss kostenlos möglich sein.
  • Fans kaufen trotzdem noch CDs (nicht umsonst war das meistverkaufte Album auf Amazon 2009 ein Creative-Commons-Album)
  • Künstler haben eh nie nennenswert an CDs verdient – nur die Verwertungsgesellschaften. Selbst die ganz großen Bands kriegen pro verkaufter CD nur ein paar Cent.
  • Künstler verdienen mehr an CDs, wenn sie Labels / Verwertungsgesellschaften umgehen
  • Merchandise etc ist eine weitere gute Einnahmequelle
  • Die GEMA verhindert Kunst. In ihrer jetzigen Form gehört sie abgeschafft, da sie kleinen Künstlern nur Steine in den Weg legt und Geld an die oberen 1% umverteilt, ohne dass man etwas dagegen tun kann.
  • Der Künstler sollte selbst entscheiden können, inwiefern er kommerzielles Kopieren zulässt.
  • Kommerzielle Verwendung unserer Musik hat sich zu unserer lukrativsten Einnahmequelle entwickelt.
  • Jamendo ist eine hervorragende, lukrative Alternative zur GEMA.
  • Jegliche Kultur-Zwangsabgaben gehören abgeschafft, da sie den Markt verzerren (meist zu Gunsten einiger Weniger). Bei Theatern u.ä. würde ich noch mit mir reden lassen, aber Leermedienabgaben, GEZ, GEMA, Kulturflatrate etc gehen gar nicht und sind nicht im Interesse der meisten Kulturschaffenden
  • Sehr, sehr Künstler leben noch im letzten Jahrhundert, zumindest was ihr Wissen über und ihre Einstellung zu geistigem Eigentum anbelangt

Was meiner Meinung nach gemacht werden müsste, um einen Interessensausgleich zwischen Urhebern und Konsumenten zu schaffen und dem Großteil der Künstler beste Voraussetzungen zu bieten, tatsächlich einmal Geld mit ihrer Musik zu verdienen (Achtung, manches wiederholt sich):

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Economists say P2P file-sharing fuels art

A pair of economists have released a report arguing that file-sharing doesn’t stifle the creation of music, films, and books. On the contrary, they say, weaker copyright protection has benefited society.
Felix Oberholzer-Gee of Harvard University and Koleman Strumpf of the University of Kansas recently published a working paper (that is, a complete draft of a work-in-progress study soliciting feedback) to Harvard Business School asserting the benefits of internet piracy.
While the study concedes that piracy may harm some business models, it says the technology hasn’t killed the incentives behind artists and entertainment companies to produce new works.
And that, the paper says, is the real point behind copyright.

Get the whole article at TheRegister.co.uk – you’ll find a copy of the working paper over there, too.

‘Social Collapse Best Practices’ – Talk by Dmitry Orlov

“You might ask yourself, then, Why on earth did he get invited to speak here tonight? It seems that I am enjoying my moment in the limelight, because I am one of the very few people who several years ago unequivocally predicted the demise of the United States as a global superpower. The idea that the USA will go the way of the USSR seemed preposterous at the time. It doesn’t seem so preposterous any more. I take it some of you are still hedging your bets. How is that hedge fund doing, by the way?

I think I prefer remaining just a tourist, because I have learned from experience – luckily, from other people’s experience – that being a superpower collapse predictor is not a good career choice. I learned that by observing what happened to the people who successfully predicted the collapse of the USSR. Do you know who Andrei Amalrik is? See, my point exactly. He successfully predicted the collapse of the USSR. He was off by just half a decade. That was another valuable lesson for me, which is why I will not give you an exact date when USA will turn into FUSA (”F” is for “Former”). But even if someone could choreograph the whole event, it still wouldn’t make for much of a career, because once it all starts falling apart, people have far more important things to attend to than marveling at the wonderful predictive abilities of some Cassandra-like person.”

This is from a very interesting and also entertaining talk by Dmitry Orlov, Author of ‘Reinventing Collapse’, from February 13, 2009, held at Cowell Theatre in Fort Mason Center, San Francisco.

Here is the whole talk. / http://cluborlov.blogspot.com

CSR – Schmückendes Beiwerk oder Business Case?

Die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf die so genannte Realwirtschaft sorgen für Misstrauen und Unsicherheit. Gerade jetzt wird erkennbar, ob ein Unternehmen CSR als Teil der Unternehmensphilosophie versteht und auch in der Krise nicht darauf verzichtet. Das betont Friedrich Jordan, dessen Arbeit unter dem Titel “CSR – Schmückendes Beiwerk oder Business Case?” das IBL-JOURNAL der Brunswick European Law School (BELS) in seiner Augustausgabe veröffentlicht.

Corporate Social Responsibility ist erst einmal lediglich ein Begriff, und es liegt an Unternehmen, diesen Begriff mit Leben zu füllen. Dabei darf CSR nicht nur gemäß dem Credo “Tue Gutes und sprich darüber” als öffentlichkeitswirksame Inszenierung verstanden werden. Ein solches „Green washing“ wäre für Geschäftspartner und Kunden leicht erkennbar und ökonomisch nicht empfehlenswert. CSR versteht Jordan als die Formulierung gesellschaftlicher Anforderungen an Unternehmen bzw. an die Art, wie Unternehmen wirtschaften. Das Fehlen einer verbindlichen und allgemeingültigen Definition von CSR hält er dabei nicht für einen Nachteil, denn das ermögliche den Unternehmen, ihre CSR-Aktivitäten im Sinne des Unternehmenszwecks zu gestalten und so einen echten Nutzen für ihr Unternehmen zu schaffen.

Die Arbeit “CSR – Schmückendes Beiwerk oder Business Case?” gibt einen schnell lesbaren und aktuellen Überblick über Bestandteile von CSR und zeigt, wie CSR weit mehr als bloß schmückendes Beiwerk sein kann. Der Artikel eignet sich gut als Einführung in das Thema – auch für nicht unmittelbar mit der Corporate Social Responsibility befasste Kollegen in der eigenen Institution.

Eigentlich braucht man dem nichts mehr hinzuzufügen. Für den Einsteiger liefert dieses PDF einen guten Überblick über das Thema aus Business-Sicht.

Zum Download auf law-and-business.de

(Abbildung: “Produklebenszyklus mit Umeweltmaßnahmen der Adidas Gruppe” aus FriedrichJordan,CSR,IBL2008_14_ger.pdf)

via csr-news.net

Klima 2008 / Climate 2008

Die weltweite klimaneutrale wissenschaftliche Klimakonferenz

3. bis 7. November 2008 online

Erstmals findet eine wissenschaftliche Klimakonferenz mit internationaler Beteiligung im Internet statt. Dadurch entfallen für alle Teilnehmer klimaschädliche Reisen mit Flugzeug oder Auto. Organisator der Veranstaltung ist die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Wer bei den zahlreichen klimarelevanten Projekten mitdiskutieren möchte, kann sich unter www.climate2008.net einloggen.

zdf.umwelt

Kategorien bei “Klima 2008″

Veröffentlichungen zu wissenschaftlichen Aspekten des Klimawandels, einschließlich Modellierung, Prognosen und Datenanalysen, die von interdisziplinären Teams erarbeitet werden.
Veröffentlichungen zu sozialen Aspekten des Klimawandels, einschließlich Wirtschaftlichkeit, Politikgestaltung und sozialer Auswirkungen.
Veröffentlichungen zu Bildungs-, Kommunikations- und Ausbildungsmöglichkeiten in Zusammenhang mit dem Thema Klimawandel.
Veröffentlichungen zu regionalen / internationalen Initiativen, Projekten und sonstigen Unternehmungen, an denen diverse Gruppen und Interessenvertreter beteiligt sind.

Hm. Premiumpartner sind DAIMLER und KlimaINVEST. Ich bin gespannt, wie die Ergebnisse der Konferenz verwertet werden. Plattformen zum Dialog und Diskurs im Netz gibt es ja genüge. Am Ende bleibt aber stets die Frage, wie mit dem Zusammengetragenen gearbeitet wird. Ich bin ja nicht per se kritisch gegen kommerzielle Unternehmen, jedoch scheint zumindest beim zweitgenannten Premiumpartner der Konferenz nicht ohne Grund nur ein Teil des Namens in Versalien gesetzt zu sein, wenn man sich mal etwas auf ihren Seiten umschaut.

Die KlimaINVEST ist eine Investmentgesellschaft, welche in Projekte und Unternehmen aus den Bereichen CO2 Emissionsrechte, erneuerbare Energien und Umwelttechnologie investiert, um mit nachhaltigen Anlagen für ihre Investoren eine herausragende Rendite zu erzielen. Auf den folgenden Seiten laden wir Sie ein, die KlimaINVEST kennenzulernen.

link

Investitionen in modernes, klimafreundliches Business sind ja an sich super, so lange es nicht nur um die Rendite geht.

Federführend bei “Klima 2008 / Climate 2008″ ist übrigens die HAW Hamburg, die Hochschule mit dem schicken Logo.

www.climate2008.net

Europe’s Green Goals – an Evidence of Incapacity

Europe’s current climate change deal could be going down the drain as their ambitious green goals became yet another victim of the global financial crisis yesterday, when most EU countries said the plans to reduce their carbon footprint are now too expensive.

The EU dropped the plans to reduce the carbon dioxide footprint that was announced and welcomed so strongly 18 months ago.

via NowPublic via Times Online.

Cheers to Adi! Nice picture!

Diversify and Decentralize

‘Every conflict of our times is around vital access to the vital resources of the planet. But the conflicts are always presented as ethnic, religious and regional…
Many people don’t realize: the pharmaceutical industry is the same as the agrochemical industry is the same as the biotechnology industry, there is no separation…
Throughout history we have know that monopolies mean hunger, monopolies mean famine…’

An Evening with Vandana Shiva:

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‘Let’s make Money’ – neuer Film von Erwin Wagenhofer (We feed the world)

Als ich ihn bei der Premiere von ‘We feed the world’ in Hamburg kurz gesprochen habe, hat er schon ganz aufgeregt davon erzählt:
‘Das ist absurd! In Deutschland zum Beispiel besitzen 10% der Bevölkerung 90% des Kapitals!’

Jetzt ist sein neuer Film also (so gut wie) fertig.
Am 30. Oktober hat ‘Money’ Premiere, in dem Wagenhofer die Auswirkungen unseres Geldsystems betrachtet.
Extrem wichtiges Thema, wie ich finde. Ich hoffe, dass möglichst viele die Absurdität und Ungerechtigkeit dieses Systems realisieren und entsprechende Konsequenzen daraus ziehen.

Hier noch ein Statement aus dem Jahr 2000 als ‘Appetitanreger’ zum Weiterforschen (mit der seitdem fortschreitenden ‘Globalisierung der Märkte’ dürfte sich das mittlerweile weiter zugespitzt haben…):

Die reichsten zwei Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung besitzen mehr als die Hälfte des globalen “Haushaltsvermögens”. Im Gegensatz dazu halten die ärmsten 50 Prozent aller erwachsenen Weltbürger laut einer UN-Studie nur knapp ein Prozent in Händen.
Die Reichsten der Reichen – ein Prozent der Weltbevölkerung -teilen sich bereits rund 40 Prozent des globalen Wohlstands, das reichste Zehntel kommt sogar auf 85 Prozent.
World Institute for Development Economics Research von der United Nations University (UNU-WIDER) mit Sitz in Helsinki

und hier die entsprechenden Links:

letsmakemoney.at – offizielle Webseite zum Film
inwo.de
Initiative für natürliche Wirtschaftsordnung. Deutsche Site, auf der ihr Zugang zu basic know-how bzgl. unseres Geldsystems, zu möglichen Alternativen und mehr findet. Sehr engagierte, vernetzte und aktive Seite
margritkennedy.de
Site von Prof.Dr.Margrit Kennedy. Verschafft Einblick in unser momentanes Geldsystem, in die Idee von komplementären Währungen und mehr. Sie untersucht und erforscht wirklich neue/andere Arten mit Geld umzugehen, bzw ‘Geld’ zu denken
geldreform.de
grosse Info/Datenbank, die sich mit Geld, Zinsen und Schuldenfragen auseinandersetzt
gemeinschaftsbank.de
Bei dieser Bank ist euer Geld zwar noch insoweit im konventionellen System, als daß sie mit Zinsen arbeitet, aber wenigsten habt ihr ein bischen Kontrolle darüber, wozu euer Geld verwendet wird. (weil, die normale Bank macht schließlich Geld mit eurem Geld. Das liegt da ja nicht einfach im Safe… – und ziemlich häufig würdet ihr das wahrscheinlich nicht so ok finden, mit wem und wie die Bank ihre Geschäfte macht…)
freiheitstattvollbeschäftigung.de
Initiative, die sich mit den Problematiken der Arbeitsgesellschaft beschäftigt und die ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger vorschlägt.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema kann einiges an Offenbarungen bewirken…
‘Money’ – das Buch zum Film von Erwin Wagenhofer

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