CSR - SchmĂŒckendes Beiwerk oder Business Case?

Wednesday, November 19th, 2008

Die aktuellen Entwicklungen an den FinanzmĂ€rkten und deren Auswirkungen auf die so genannte Realwirtschaft sorgen fĂŒr Misstrauen und Unsicherheit. Gerade jetzt wird erkennbar, ob ein Unternehmen CSR als Teil der Unternehmensphilosophie versteht und auch in der Krise nicht darauf verzichtet. Das betont Friedrich Jordan, dessen Arbeit unter dem Titel “CSR - SchmĂŒckendes Beiwerk oder Business Case?” das IBL-JOURNAL der Brunswick European Law School (BELS) in seiner Augustausgabe veröffentlicht.

Corporate Social Responsibility ist erst einmal lediglich ein Begriff, und es liegt an Unternehmen, diesen Begriff mit Leben zu fĂŒllen. Dabei darf CSR nicht nur gemĂ€ĂŸ dem Credo “Tue Gutes und sprich darĂŒber” als öffentlichkeitswirksame Inszenierung verstanden werden. Ein solches „Green washing“ wĂ€re fĂŒr GeschĂ€ftspartner und Kunden leicht erkennbar und ökonomisch nicht empfehlenswert. CSR versteht Jordan als die Formulierung gesellschaftlicher Anforderungen an Unternehmen bzw. an die Art, wie Unternehmen wirtschaften. Das Fehlen einer verbindlichen und allgemeingĂŒltigen Definition von CSR hĂ€lt er dabei nicht fĂŒr einen Nachteil, denn das ermögliche den Unternehmen, ihre CSR-AktivitĂ€ten im Sinne des Unternehmenszwecks zu gestalten und so einen echten Nutzen fĂŒr ihr Unternehmen zu schaffen.

Die Arbeit “CSR - SchmĂŒckendes Beiwerk oder Business Case?” gibt einen schnell lesbaren und aktuellen Überblick ĂŒber Bestandteile von CSR und zeigt, wie CSR weit mehr als bloß schmĂŒckendes Beiwerk sein kann. Der Artikel eignet sich gut als EinfĂŒhrung in das Thema - auch fĂŒr nicht unmittelbar mit der Corporate Social Responsibility befasste Kollegen in der eigenen Institution.

Eigentlich braucht man dem nichts mehr hinzuzufĂŒgen. FĂŒr den Einsteiger liefert dieses PDF einen guten Überblick ĂŒber das Thema aus Business-Sicht.

Zum Download auf law-and-business.de

(Abbildung: “Produklebenszyklus mit Umeweltmaßnahmen der Adidas Gruppe” aus FriedrichJordan,CSR,IBL2008_14_ger.pdf)

via csr-news.net


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Green Marketing Strategies

Friday, June 6th, 2008

“Last Friday, I had the pleasure of attending a conference hosted by UCLA covering a variety of business topics related to sustainability, corporate social responsibility, and ‘green’. This panel looks at how marketing executives are devising strategies for shaping and managing their brands’ eco-friendly profiles.
I videotaped the ‘Green Marketing Strategies’ session, and broke up the hour discussion into 8 segments for the viewing pleasure at your pace and interests:

Moderator:
Beverly Macy, Managing Partner/Co-Founder, Y & M Partners, LLC

Panelists (from left to right):
Joe Hartnett, Principal Consultant, Hartnett & Associates
Brenda Lynch, Senior Vice President, Rogers Group
Barbara Manconi, President & CEO and Founder, VERT Brands”

That’s what Mario Vellandi said.

As you can see, the marketing-guys are getting more and more involved into green issues - well, i know that’s not fairly new - the big thing is: it’s getting harder to seperate the companies that really care from the greenwashing others…

Read more!


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This entry is part 3 of 4 in the series Customer Insight

Step behind the scenes and see how industry deals with sustainability, responsibility and other green or social topics!

Nike Trash Talk

Tuesday, February 19th, 2008

Eigentlich wĂ€re zum Thema Nike ein lĂ€ngerer Beitrag, wenn nicht gar eine eigene Page angebracht. Vielleicht kommt das auch noch, aber soweit erst einmal in KĂŒrze:

Nike bringt sich im Gegensatz zu den meisten direkten Mitbewerbern immer wieder mit grĂŒnen und nachhaltigen Projekten ins GesprĂ€ch. Die machen das sogar echt gut - nimmt man z.B. Adidas zum Vergleich, die es gerade einmal schaffen EINE grĂŒne Line einzufĂŒhren, in welcher sage und schreibe EIN jĂ€mmerlicher Flip-Flop enthalten ist. Haha!

Und wenn man sich ein wenig nĂ€her mit Nike beschĂ€ftigt, klingt das alles sogar höchst innovativ fĂŒr ein Majour Fashion Label aka 90’s Sweatshop Satan (remember those days?). Da gibt es zum Beispiel einen Fahrplan, neudeutsch Roadmap, fĂŒr eine kontinuierlich fortschreitende ökologische UmwĂ€lzung aller Produkte. Nike hat sich das Ziel gesetzt, alle Produkte Schritt fĂŒr Schritt möglichst klimaneutral zu fabrizieren. DafĂŒr haben sie ein mehrstufiges System (silver-star to platinum-star) entwickelt. womit sie ihre eigenen Produkte ratifizieren. Angeblich wird daraufhingearbeitet, dass eines Tages alle den besonders erstrebrenswert grĂŒnen Platin Status erreichen. Nachzulesen u.a. alles hier.

Den Anfang machte sogar der aktuelle Air Jordan, immerhin das Flagship unter den Sportschuhen. Es gibt auch einen umfassenden CSR Codex - Nike was founded on a handshake - der zumindest in good old germany seines gleichen sucht.
Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die Liste grĂŒnem bzw. sozialem Engagements sehr lang ist - vom Basketballplatz aus recycleten Sportschuhen, hemp clothing, network-building (connecting low-income demographics), und und und… bis hin zu Nike’s neusten coup:

Nike Trash Talk.

Nike Trash Talk Zoom

Also ein Nike Zoom, aber komplett aus recycletem Material gefertigt. Klick.

Das alles ist ja schön und gut, ABER (ja, jetzt kommt das große “aber”) warum muss ich dazu elektronische Kilometer weit googlen, um das alles zu finden? Warum werde ich mit solchen AktivitĂ€ten nicht gleich als allererstes auf nike.com begrĂŒĂŸt? Warum erfahre ich da nichts aber auch gar nichts ohne (in diesem fall reale) Kilometer in Nike Town bis in den allerletzen Winkel des Ladens zurĂŒckzulegen?

Dazu ein Zitat von Charlie Gower (Blogger aus UK) :

“Nike recycle old shoes and turn them into basketball courts. This was something they started a while back and was featured quite well in the press. The argument whether this is worth doing is not the issue here for me it’s the fact that this big perspex box is away from all their customers. On the third floor (customer services) there is nothing else. No one is going to see this box or know they can give their trainers back. Why isn’t it in the foyer of Nike Town for all to see? 
How complicated must the internal politics be that one day they can make sustainable shoes and the next day they hide away another sustainability service in the depths of their shop?”

Das trifft es ziemlich auf den Punkt. Wie kann es eine Firma wirklich ernst meinen mit ihren CSR/Greening-AktivitĂ€ten, wenn ebenjene nach dem gehörigen Presserummel, der jedesmal erneut seine Wellen schlĂ€gt, in die Abstellkammer verbannt werden? Schon komisch… wahrscheinlich wird am Ende doch nicht langfristig gedacht und nur das Geld gezĂ€hlt, das jetzt dafĂŒr flöten geht.


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