Gemeinschaftsgärten in Berlin / Greenthumb NYC
Wednesday, May 28th, 2008
Vortrag und Diskussion in Berlin
Donnerstag 29.5.08, 17-19 Uhr
Universität der Künste,
Hardenbergstr. 33
1. Stock, Raum 102
U- und S-Bahn Zoologischer Garten
Seit den 1970er Jahren gibt es Community Gardens in New York City. Trotz der steigenden innerstädtischen Grundstückspreise, sind sie als Landnutzung und Institution bis 2010 gesetzlich gesichert. Ihre Entwicklung als gemeinschaftlich genutzte innerstädtische Freiräume wird vorgestellt und in Hinsicht auf die bislang ungesicherte Situation von Gemeinschaftsgärten in Berlin, insbesondere im Zusammenhang mit der Räumung des Rosa Rose Gartens in Friedrichshain, diskutiert.
Waiting for development?
17 Uhr: Vortrag, Edie Stone, Direktorin der Green Thumb, New York City
17.45 Uhr: Vortrag, Frauke Hehl, Gemeinschaftsgarten Rosa Rose, Berlin
anschließend Diskussion.
Einführung und Gastgeber:
Professor Dr. Gert Gröning, Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung (GTG)
Moderation:
Carolin Mees, Doktorandin „Community Gardens in der South Bronx”
Bio-Konsum einen Schritt weiter gedacht
Tuesday, May 27th, 2008Konsum ist immer noch Konsum, und auch im Bioladen oder auf dem Markt muss man schon genau hinschauen, ob da so viel Bio drin ist, wie drauf steht, Transportwege mit eingedacht…. Beschäftigen sich ja inzwischen ganze Blogs, Foren und weiss ich nicht wer mit. Ich denke: as radical as possible, ‘radical’ im positiven Sinne verstanden: nämlich von der Wurzel her gedacht. In Sachen Essensversorgung ist das in einer Großstadt wie Berlin gar nicht einfach, wenige haben einen Balkon, Garten oder sind Guerillagärtner, und auch das deckt selten den Eigenbedarf.
Schon mal was von CSA, community supported agriculture, gehört? Schöne und sinnvolle Sache, in Deutschland nur noch nicht so verbreitet. Grundgedanke einer CSA ist, dass ein Hof sein Umfeld mit Lebensmitteln versorgt, während das Umfeld dem Hof die nötigen (Finanz-) Mittel bereitstellt, um wirtschaften zu können. Beide Seiten übernehmen eine wechselseitige Verantwortung.
Für den Konsumenten ergeben sich eine Reihe von Vorteilen: jede Woche frische, saisonale und regionale Bio-Lebensmittel, die Gelegenheit, besondere und auch neue Gemüsesorten kennen zu lernen, Beitrag zu ökologischer und nachhaltiger Landwirtschaft und zum Erhalt kleiner Bio-Bauernhöfe und die Förderung persönlicher Kontakte und der Gemeinschaft.
Diese Konzept lässt sich auch auf eine Stadt-Land-Vernetzung ausweiten, und einige Höfe im Berliner Umland haben eine derartige Vereinbarung mit ihren Kunden schon getroffen (siehe auch pdf).
Am 24.05.08 hat die Bio-Gärtnerei Staudenmüller, Templin, eine Info-Veranstaltung zu dem Thema CSA in Berlin angeboten und steht auch als Ansprechpartner für Interessenten zur Verfügung:
Tel.: 039882 263, E-Mail: csa.staudenmueller[AT]gmx.de.
Hier ein Artikel aus der Zeitschrift ‘Lebendige Erde’ als pdf-download: csa.pdf
Sunday Links
Sunday, May 25th, 2008Some miscellaneous articles coughed up by my rss reader today:
- No Graduation Ceremony For Student Who Rode Horse To School - No Comment. Click!
- How To Host An Eco-Friendly BBQ, from “The Green Parent - The Kid-Friendly Guide To Earth-Friendly Living” hehe…
- Brave New Word - Tim Flannery’s radical climate change ’solution’.
- US car dealer in free gun (or 250$ gas card) offer - lol, the Americans again! Click!
- Completeley new to me - List of scientists opposing the mainstream scientific assessment of global warming, an official wikipedia entry.
- Europe seeks greenest city - Commission launches European Green Capital Award
- Polar bears are fine, says Exxon-funded…astrophysicist?
- Digitales Soma - Frogdesign springt auf den Grünen Zug auf und stellt ein
rosagrünes Brillenkonzept vor.
Finally, Walt Handelsman sums it up:
Picture by newsday.com / Walt Handelsman
Food Crisis’ Architects: Worldbank and IMF
Saturday, May 3rd, 2008Ok, there have been a lot of videos lately on Sound Of Sirens. Still, Vandana Shiva is making a point about the global food crisis which i consider very important to be known and understood. For more background info read her book: Earth Democracy (auf deutsch: Erd-Demokratie). By the way: The IMF is the International Monetary Fund, which is an international organization that oversees the global financial system. The headquarters are located in Washington, D.C. USA…
Seeding Deep Democracy
Sunday, April 6th, 2008Just click on the play button and let her speak for a minute…She is clear, honest, accessible, intelligent,…
Read also SOS on Tour article on a talk of Vandana Shiva at the Schumacher College in march ‘08 (in german).
Find more articles of her here.
This is one of her book publications: ‘Earth Democracy: Justice, Sustainability and Peace’ / ‘Erd-Demokratie. Alternativen zur Neoliberalen Globalisierung’.
Believe!
Friday, March 21st, 2008Gerade eben bin ich über Pundo3000 gestolpert. Die Seite scheint nach kurzem googlen zwar nicht mehr die aktuellste zu sein, aber sie ist mir an dieser Stelle trotzdem erwähnenswert. Ein schönes Projekt ist da zu finden! Es werden wertfrei Lebensmittel ihren Pendants auf den Verpackungen bzw. in der Werbung gegenübergestellt. Mit wertfrei meine ich, dass es den Bildern anzusehen ist, dass die Produkte nicht bewusst negativ dargestellt werden - sondern nur so, wie sie eben sind. Die Betreiber betonen auch, keine schlechten Absichten zu haben:
“100 produkte im vergleich zu ihren werbefotos. alle produkte wurden eingekauft, die verpackungen fotografiert, die produktfotos vergrößert, die produkte nach verpackungsvorgabe zubereitet und zum vergleich fotografiert. alle produkte befanden sich innerhalb des haltbarkeitsdatums. alle produkte wurden aufgegessen. alle fotografien sind jederzeit wiederholbar.
mit diesem projekt sollen keine produkte und keine marken diskreditiert, verunglimpft oder schlecht gemacht werden. einziger zweck des projektes ist es, sich kritisch mit arten und mitteln von werbung in unserer zeit auseinander zu setzen. einige produkte sehen ihren werbefotos ähnlicher als andere. eine qualitätive bewertung von produkten findet nicht statt.”
Mir gefällt der dokumentarische Charakter der Sammlung; zumal wir ja alle nicht blöd sind und wissen wie ein Big Mac in echt aussieht. Da bedarf es nicht noch zusätzlicher Verunglimpfung - leider.
Wie sagt man so schön - “Du bist was Du isst” - hier ist der Link zur Gallerie, welche definitv einen Blick wert ist!
Wer sich darüberhinaus noch über den Umgang mit Bildwelten seitens der zeitgenössischen Werbung interessiert, dem möchte ich noch Photoshop Disasters und das Portfolio von Beauty Digital (mit der Maus über die Bilder fahren) ans Herz legen. Good old Neil Postman ist auch immer eine gute Adresse. Er hat es zwar nicht so sehr mit Manipulation, wohl aber mit gelenkter Kommunikation, Aufmerksamkeitsspannen und Wahrnehmung im allgemeinen - Themen, die mit der “Realitätsverbiegung” einhergehen. (Ja, ja… alter Schinken, aber immernoch aktuell, imho.)
Und jetzt - Werbung!
‘Entwicklung, und was danach?’ - ein offener Abend mit Vandana Shiva
Thursday, March 13th, 2008Der relativ kleine Raum des Schumacher Colleges war voll, richtig voll. Klar, Vandana Shiva ist echt ein Erlebnis! Zusammen mit Transition Towns Totnes veranstaltet das Schmacher College regelmässig offene Abende, diesmal war Vandana Shiva eingeladen: ‘Transformation of societies: Development, what next?’
Vandana Shiva ist eine inspirierende Persönlichkeit, einfach und freundlich im Auftreten, mit bestechendem Intellekt. Sie hat die Gabe, ausser den Fakten und Zahlen auch die Dynamiken und Strukturen, die dahinter stehen, anschaulich und sehr zugänglich darzustellen.
Als Einstieg gab Vandana Shiva einen kurzen Abriss über fünf vorherrschende Annahmen, die der westlichen Ökonomie zugrunde liegen und legte deren zerstörerische Auswirkung auf Natur und Menschen dar. Dann ging sie eingehend auf das Thema Biogas und Biodiesel ein. Irgendwo war mir schon klar, dass Biogas/Biodiesel im grossen Stil ‘Schmarrn’ ist, so to speak, aber ich war geplättet, dass weltweit in Biogas/Biodiesel eine ‘Lösung’ gesehen wird und geschockt darüber, wie weit die Umsetzung fortgeschritten ist, geschockt über das Ausmass der Auswirkungen auf die Umwelt, auf Bauern, auf ganze Kulturen. Und alles nur, um den Zusammenbruch unserer bestehenden Ökonomie und unserer Lebensweise, die auf Öl basieren, ein paar Jahre hinaus zu schieben! Macht mich sprachlos. Und was für einen Stellenwert hat Mobilität, das Auto, in unserer Gesellschaft, und was für einen Einfluss die Autoindustrie!
In Practice: Bake your own Bread
Friday, February 22nd, 2008
Ok, what about make some time and bake some bread. Never done it? How does that work? Why put in all that time and effort, when you can just buy it at the corner? - Well, I think I won’t answer to that. What I can tell you is that there comes a whole package of sensations and fun with it…;-) I’m aware that it’ll probably cost more energy input than output if you count the quantifiable stuff. If you count the non-quantifiable stuff that’ll look different I think. Why not engage in getting some basic knowledge on the production of your own food. So here we go. Have fun…
Bake your own bread / prepare your own Sourdough Starter
Wholemeal flour
Water
Salt
(Nuts, Seeds, Olive Oil, Honey…)
Mix some spoons of wholemeal flour (rye works best) with some water and make it into a liquid paste
cover it, leave it in a warm place
Check it every day for four days, try to keep it the same texture
If it is warm enough after four days it will have bubbles due to fermentation
This is your starter
Preparation for 2 or 3 loafs/about 1,5 kilos of bread
The night before mix 1/10 of the flour (around 150g) with your starter, add some water and make it into a paste
Cover it, put it in a warm place, leave it over night so the yeast can spread
In the morning add the rest of the flour, water and some salt- and whatever else you want to add (some oil, nuts, seeds…)
Make it into a firmer dough then leave it covered for 2-4 hours in a warm place
If you want to keep some starter for your next bread separate some of the dough before adding salt and the other ingredients, put it into a jar and keep it in a cool place. It will keep at least for a week
Put the dough in forms, filling 2/3 of form, let it rise for 2-4 hours
Put in hot oven (240C) for 10 minutes then down to 180C for 30-45 minutes
Learning from a potato perspective
Wednesday, February 20th, 2008
See, the thing is: I like gathering things I consider beautiful. These ‘things’ can be objects or images I saw, thoughts I found, ideas, activities, whatever. And then I like to go and share what I find…This project by Åsa Sonjasdotter is many things at the same time: It is about art and activism, about self-empowerment, about agriculture (past and future), about the beauty of diversity, about the beauty of people, about questions of sustainable living and cultivating, about the preservation of indigenous knowledge and culture, about europe and regulations, about personal experience, engagement and learning…you name it.
I find her work with this project deeply inspiring, educational and beautiful.
Now you take a look (www.potatoperspective.org).
Vertikale Farmen
Wednesday, February 13th, 2008
Zunehmende Urbanisierung, Bevölkerungswachstum, Transportkosten / Energieeffizienz, Nahrungsmittelversorgung, Flächennutzung. Das sind die Stichworte, die in einem interessanten Artikel der Süddeutschen online beleuchtet werden. Der dort beschriebene Lösungsvorschlag lautet, landwirtschafliche Betriebe in die Stadt zu verlegen - und zwar in bzw. auf Hochhäusern, eben sog. “vertikalen Farmen”.
Aha. Klingt alles sehr gut. Vielleicht sogar zu gut. Klar - Zukunftsmusik, aber ist das jetzt Städtebauer-Utopie, fern jeglicher Lebensrealität, oder bin ich einfach nur zu berufskritisch?
Animal cloning for food supply
Friday, January 18th, 2008
Already allowed in the US. At this moment being discussed in the EU. The EFSA (European Food Savety Authority) doesn’t see any health risks…So soon the first animal clones may be fabricated here. Of course this will be done by special corporations who then own bla,bla….and why should we worry about genetic pools, biodiversity food democracy or any form of ethics. We are the masters of nature, aren’t we…
You can read a german article here and make a public statement at the site of the EFSA here (until the 25th of feb).


