Bio-Konsum einen Schritt weiter gedacht
Tuesday, May 27th, 2008Konsum ist immer noch Konsum, und auch im Bioladen oder auf dem Markt muss man schon genau hinschauen, ob da so viel Bio drin ist, wie drauf steht, Transportwege mit eingedacht…. Beschäftigen sich ja inzwischen ganze Blogs, Foren und weiss ich nicht wer mit. Ich denke: as radical as possible, ‘radical’ im positiven Sinne verstanden: nämlich von der Wurzel her gedacht. In Sachen Essensversorgung ist das in einer Großstadt wie Berlin gar nicht einfach, wenige haben einen Balkon, Garten oder sind Guerillagärtner, und auch das deckt selten den Eigenbedarf.
Schon mal was von CSA, community supported agriculture, gehört? Schöne und sinnvolle Sache, in Deutschland nur noch nicht so verbreitet. Grundgedanke einer CSA ist, dass ein Hof sein Umfeld mit Lebensmitteln versorgt, während das Umfeld dem Hof die nötigen (Finanz-) Mittel bereitstellt, um wirtschaften zu können. Beide Seiten übernehmen eine wechselseitige Verantwortung.
Für den Konsumenten ergeben sich eine Reihe von Vorteilen: jede Woche frische, saisonale und regionale Bio-Lebensmittel, die Gelegenheit, besondere und auch neue Gemüsesorten kennen zu lernen, Beitrag zu ökologischer und nachhaltiger Landwirtschaft und zum Erhalt kleiner Bio-Bauernhöfe und die Förderung persönlicher Kontakte und der Gemeinschaft.
Diese Konzept lässt sich auch auf eine Stadt-Land-Vernetzung ausweiten, und einige Höfe im Berliner Umland haben eine derartige Vereinbarung mit ihren Kunden schon getroffen (siehe auch pdf).
Am 24.05.08 hat die Bio-Gärtnerei Staudenmüller, Templin, eine Info-Veranstaltung zu dem Thema CSA in Berlin angeboten und steht auch als Ansprechpartner für Interessenten zur Verfügung:
Tel.: 039882 263, E-Mail: csa.staudenmueller[AT]gmx.de.
Hier ein Artikel aus der Zeitschrift ‘Lebendige Erde’ als pdf-download: csa.pdf

