Alles wird so sein wie bisher, nur grüner - I don’t think so!

March 18th, 2008

Our prosperity and way of life are sustained by energy use. Energy security must be a priority of US trade and foreign policy. - National energy policy; The Cheney Report, May 2001

America faces a major energy supply crisis over the next two decades. The failure to meet this challenge will threaten our nation’s economic prosperity, compromise our national security, and literally alter the way we lead our lives. - Secretary of Energy Spencer Abraham, National Energy Summit, March 19, 2001

Zurück zu Deutschland: Wie bewusst ist uns diese Tatsache: ‘Unser Wohlstand und unsere Art zu Leben werden durch den Verbrauch von Energie aufrechterhalten…’ und dann die Tatsache, dass diese Energie in erster Linie durch den Gebrauch fossiler Brennstoffe erzeugt wird? Wieviele Kleidungsstücke besitzt Du, die nicht irgendwo in ihrer Herstellung auf Öl angewiesen sind? Wle gross ist der Anteil Deiner Ernährung, der in der Produktion ohne Kraftstoff auskommt? Wie sieht es mit deiner Mobilität aus? Oder mit der Heizung?

All die neuen grünen Technologien, die neue Art, grün und ethisch zu konsumieren, die neuen, zu erschliessenden grünen Märkte mit all ihren grünen Messen, die Lohas Bewegungen mit ihren Netzwerken und Blogs, all das macht mich mitunter etwas unruhig…Ich finde es gut, dass dadurch Netzwerke für Informationsaustausch geschaffen werden, aber solange das Denken ‘Wachstum’ im Vordergrund steht, solange wir nicht realisieren, dass unsere Probleme aus unserer Denk- und Wahrnehmungsweise entstehen und dass ganz einfach das Ende des Industriezeitalters eingeläutet worden ist, solange steuern wir auf einen Kollaps zu (und keiner weiss, wie der aussehen wird…).

Die Botschaft in den grünen Netzwerken müsste heissen: Lernt fair zu handeln, lernt nachhaltig zu produzieren und: Lernt Selbstverantwortung, wartet nicht, bis es jemand für euch tut, wartet nicht auf Politiker! Lernt soweit wie möglich für eure Nahrung selbst zu sorgen, lernt zu gärtnern, lernt alternative Handelsmethoden, lernt zu ‘Relokalisieren’, Dorfgemeinschaften wieder zu beleben, bereitet euch auf den Übergang in eine Zeit vor, in der euch lange nicht soviel Energie und Resourcen zur Verfügung stehen werden wie bisher.

Wir werden immernoch glauben gemacht (und glauben es auch), dass unser Lebensstandard gehalten werden kann: Biodiesel ist eine Alternative, wir werden weiter Autofahren, wir brauchen weiterhin 3-5 Paar verschiedene (grüne…) Schuhe…All das dient nicht der Erde und dem Fortbestand des Lebens auf der Erde (an dem wir momentan teilhaben), sondern es dient einigen Konzerne, die ihren Profit über das Wohlergehen des Planeten stellen.

Es braucht die Integration eines neuen Paradigmas und es braucht konkrete, machbare Wege.

Ich habe das Gefühl, dass Peak Oil, dh das Überschreiten des Erdölfördermaximums und dessen gravierende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und Lebensweise, noch nicht wirklich realisiert wurde. Vielleicht braucht es dafür erst eine Zeit, in der wir unmittelbar am eigenen Körper spüren, dass wir nicht in einer sicheren Welt von unbegrenzten Resourcen leben. Schon jetzt sind Benzin- und Nahrungsmittelpreise gestiegen, schon jetzt wird um Öl und andere Resourcen Krieg geführt…

Auch wenn es sich (noch) nicht so anfühlt, auch wenn wir uns weiter wie gewohnt in unserem täglichen Leben bewegen, das jetzt ja zunehmend grüner wird, die Dinge werden sich verändern und sie werden sich radikal verändern. Was klar ist, ist dass das Industrielle Zeitalter zu Ende geht. Eigentlich ist damit auch klar, dass sich das Glaubenssystem was ihm zugrunde liegt, auch verändern wird/muss, sprich: das Empfinden, Denken und Planen von Wachstum und Entwicklung.

Es kann also nicht nur darum gehen, grünem Konsum zu promoten. Warum nicht auch selbstverantwortlich werden und das Wissen dann teilen? Warum nicht Prozesse und Erfahrungen promoten, anstatt noch mehr Produkte? Prozesse wie: Wie gestalten wir den Übergang in eine Zeit mit drastisch zurückgehenden Resourcen und Energie? Wie entwickle und integriere ich ein anderes Bewusstsein, weg von menschenzentriertem Wachstumsdenken? Was sind Alternativen? Gibt es da schon etwas? Wie kann ich von dem profitieren, was an Wissen bereits existiert?

Genau da setzt das Permakultur Konzept an und genau da bietet die Transition Towns Bewegung sehr zugänglich und grosszügig Unterstützung und Know-How. Jedem Bürger, jedem Menschen, der spürt, Veränderung in die eigenen Hände nehmen zu wollen, sei Permakultur und Transition Towns ans Herz gelegt.

Mehr Informationen zu Permakultur in Deutschland sowie Workshops findet ihr hier:
permakultur-akademie.net

Deutsche Permakultur Akademie
permakultur.de

Permakultur Deutschland e.V.
art-ecology-education.org
Resourcen, Workshops, Info-veranstaltungen (Berlin-based)

Info über Transition Towns / Transition Culture findet ihr hier:
transitionculture.org
Blog von Rob Hopkins, dem Initiator des Transition Towns Movements
transitiontowns.org
Transition Towns Wiki / Homepage
energiewende.wordpress.com
Transition Towns Deutschland
- Und im nächsten Artikel von Sound of Sirens on Tour. - Wir haben ein Training in Totnes mitgemacht und stehen gerne für weitere Info zur Verfügung.


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This entry is part 8 of 11 in the series SOS on Tour

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